Aus Schlagenthin berichtet Falk Heidel
Der Schlagenthiner Osterberglauf gehört mit seinen zwei heftigen Anstiegen hinauf auf den 68 Meter hohen Eichberg zu den anspruchsvollsten Cross-Strecken in Sachsen-Anhalt. Wer diese Torthur doppelt meistert, gewinnt die Langdistanz der 44. Auflage dieser Traditionsveranstaltung im Jerichower Land.
Sieger Maik Marschhausen von der LG Hopfen Schackensleben brauchte nicht einmal 56 Minuten für die gut zwölf Kilometer lange Doppelrunde. Silber geht an Jörg Scheffler von den Parchener Laufsocken. Der Altenplathower ist aktuell in der Form seines Lebens. In den vergangenen Jahren war der 54-Jährige häufig in den Top 10. Diesmal fehlten ihm nur 30 Sekunden zum Gesamtsieg. „In dieser Saison läuft es richtig rund.“ Sein Vereinskamerad Carsten Heidel belegt Platz vier hinter Stefan Schaar aus Ebendorf.

Marschhausen war jedoch nicht allein unterwegs. Als schnellste Frau im Feld war Peggy Götting nur eine Sekunde langsamer: „Er hat mich über die Berge gezogen“, sagte die Sportlerin aus dem niedersächsischen Heidedorf Müden, nachdem sie den Zielsprint knapp verloren hatte. Die Plätze zwei und drei gingen an die beiden Magdeburgerinnen Antonia Schulz und Jana Messerschmidt.
Spannung versprach die Sechs-Kilometer-Distanz mit den aktuell drei stärksten Läufern aus dem Jerichower Land, Hannes Herrmann aus Burg, Daniel Heidel (Parchener Laufsocken) und Paul Weinmann vom gastgebenden LTV Genthin. Zunächst war Weinmann noch mit organisatorischen Aufgaben beschäftigt, aber nach dem Start auf seiner Heimstrecke hellwach. Der Zieleinlauf war derselbe wie vor Jahresfrist - Weinmann siegt vor Heidel. Hannes Herrmann hatte nach halber Strecke das Tempo rausgenommen. Am Abend zuvor kam er aus dem Türkei-Urlaub zurück und hatte sich spontan in Schlagenthin nachgemeldet. Hinter Uwe Raap vom SV Angern kam das erst 14-jährige Genthiner Laufsport-Talent Hasan Aljic als Vierter ins Ziel. Gefolgt von Lars Werner (beide Chemie Genthin), Mourice Krause (Stendal), Andy Berger (Rathenow) und den beiden Genthinern Enno Telke und Yannik Brien.

Auch in der Damenkonkurrenz waren die Talente ganz weit vorn. Siegerin Anabel Kottke aus Stendal ist erst 15 Jahre alt. Platz zwei sicherte sich Sophie Klettke aus Dahlenwarsleben vor der erst 13-jährigen Stendalerin Pia-Lotta Krause und Caroline Tuchen vom PSV Burg. Einige Genthiner Talente waren im vorderen Mittelfeld unterwegs: Pia Erbs, Jette und Nele Rasch sowie Hannah Rönnpage.
Die schnellsten Schüler auf der 2000-Meter-Strecke waren Tilmo Gensler (Stendal) vor Emily Siebert (Gaensefurther), Klara Schwarzlose (Premnitz), Aaron Wauschkuhn (Wolmirstedt) und Chris Kutter vom SV Angern. Weniger als 4:30 Minuten benötigten die beiden schnellsten 1000-Meter-Läufer Leif Jerichow (Premnitz) und Lotta Siebert (Gaensefurther). Die Top 10 bildeten zudem Helena Wauschkuhn (Oschersleben), Josef Amme (Burg), Finya Grathenauer (Stendal), Karl Klettke (Dahlenwarsleben), Matti Wulkau (Schlagenthin), Finn Amme (Burg), Matti Krause (Stendal) und Luke Schunke vom SV Chemie Genthin.
Im Ziel des Osterberglaufs standen unter anderem Angela Seipelt und Sabine Cornelius, die jeden Finisher mit einem bunten Osterei belohnten. Unterdessen erzählte Egbert Siegert von den Anfängen des Osterberglaufs: „Den ersten Lauf gab es 1979 mit zwölf Teilnehmern.“ Zu den Helfern des Tages gehörte auch Siegfried Hünecke, der diesen Wettkampf viele Jahre lang gemeinsam mit Siegert organisiert hatte. Ausrichter des Laufs ist seit einigen Jahren der LTV Genthin um seinen Vorsitzenden René Weinmann, der seine mehr als 30 Vereinsmitglieder an den verschiedenen Stationen eingeteilt hat: Hüpfburg, Grill, Kuchenstand, Startnummern-Ausgabe oder Teilnehmer-Verpflegung. Moderator Olaf Meier schickte die Sportler gemeinsam mit Ortsbürgermeisterin Birgit Weber auf die Strecke. In Richtung der Ortschefin sagte Meier: „Sie hat mir schon seit Jahren versprochen, einmal als Teilnehmerin dabei zu sein. Wir werden sie fürs kommende Jahr auf die Starterliste setzen.“ Als Mitglied des Orgateams konnte Meier beim Wettkampf nicht mitlaufen, ebenso wie Beate Bolle, die sich mit Gabi Belicke um die Teilnehmerverpflegung kümmerte. Also haben sich beide entschlossen, den Heimweg nach Genthin durch die Wälder in Laufschuhen zu absolvieren.
Das Alpha-Video vom Osterberglauf
Die Alpha-Bildergalerie vom Osterberg
Genthiner Staffellauf - nur noch vier Wochen
1. Burger Firmenstaffel am 5. Juni











































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