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Ein Rekord und zwei Premieren beim 20. Bismarckturmlauf in Burg

Für euch berichtet Falk Heidel aus Burg

 

Teilnehmerrekord beim 20. Burger Bismarckturmlauf: Mehr als 300 Sportler absolvierten eine der vier Strecken am Rande der Kreisstadt. Erstmals waren die Parchener Laufsocken Veranstalter dieses Frühjahrs-Klassikers mit dem heftigen Aufstieg zum Turmareal. 

 

Drei prominente Laufsportfreunde hatten am Sonntag alle Hände voll zu tun: Zunächst durften Burgs Bürgermeister Philipp Stark, CDU-Stadtratsvorsitzender Markus Kurze und Annett Cornelius von der Volksbank sämtliche Sportler zwischen vier und 84 Jahren auf die verschiedenen Strecken schicken - anschließend durften sie acht Siegerpokale und rund 50 Urkunden verteilen.

Mehr als 300 Sportler waren auf den vier Strecken des Bismarckturmlaufs unterwegs. Fotos: Falk Heidel/Alpha-Report
Mehr als 300 Sportler waren auf den vier Strecken des Bismarckturmlaufs unterwegs. Fotos: Falk Heidel/Alpha-Report

Dazwischen gab es vier spannende und teilweise hochklassige Rennen mit Start und Ziel auf dem PSV-Sportplatz an der Koloniestraße. Beispiel ist ein rasanter Dreikampf an der Spitze des 6,5-Kilometer-Laufs. Mittendrin der Sieger der beiden vergangenen Jahre, Hannes Herrmann aus Burg, sowie Clément Chauvin aus Magdeburg und Kay Kutter vom SV Kali Wolmirstedt. Letzterer setzte sich am Ende mit vier Sekunden Vorsprung auf Chauvin durch. „Ich hätte schon gern auch ein drittes Mal gewonnen“, sagte Herrmann, „aber als Kay in der zweiten Rennhälfte das Tempo verschärfte, konnte ich nicht mehr mitgehen.“ Herrmann startet für den SC Magdeburg auf den Mittelstrecken und war in den vergangenen Monaten hauptsächlich auf Hallenbahnen unterwegs.

Ebenfalls für Kali Wolmirstedt startet die Streckensiegerin Doreen Baecke. Sie hatte im Ziel zwölf Sekunden Vorsprung auf das 15-jährige Stendaler Talent Anabel Kottke. Platz drei geht an Julia Dieterichs vom VfB Ottersleben. Sehr zufrieden war auch Bürgermeister Stark, der nicht nur in offizieller Mission vor Ort war, sondern auch auf der 6,5-Kilometer-Strecke: „Mit meiner Zeit von gut 34 Minuten habe ich mich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert.“ Mit Platz vier in seiner Altersklasse hat er den Sprung aufs Podest hauchdünn verpasst. Allein auf dieser Strecke waren 128 Läufer unterwegs.

Über die elf Kilometer setzte sich Favorit Maik Marschhausen von der LG Hopfen Schackensleben an die Spitze. Allerdings musste sich der 34-Jährige gewaltig strecken, um den zweitplatzierten Robin Baecke von Kali Wolmirstedt um drei Sekunden in Schach zu halten. Platz drei ging an Levin Göres knapp vor Yves Löbel vom USC Magdeburg. Mit Karsten Sommer, Sebastian Anselm, Nico Flügge, Jörg Scheffler und Enrico Mitiska platzierten sich fünf Läufer aus dem Jerichower Land in den Top 12. In diesem Bereich kam mit Antonia Schulz vom Riemer MTC die schnellste Frau ins Ziel, gefolgt von den beiden Burgerinnen Annika Wallstab und Emely Skiba. Die 21-jährige Skiba startet wie Hannes Herrmann ebenfalls für den SC Magdeburg und hatte sich erst am Sonntagmorgen entschieden, am Bismarckturmlauf teilzunehmen. Ihr Fazit: „Ich bin mit meiner Zeit sehr zufrieden.“ Die elf Kilometer hat sie in weniger als 48 Minuten gefinisht. Ihr ehemaliger Trainer Holger Müller aus Burg sah es mit Freude. Müller unterstützte das Orga-Team der Parchener Laufsocken bei der Siegerehrung und Moderation, während Volksbank-Geschäftsstellenleiterin Annett Cornelius kleine Präsente an die jüngsten Laufsportler verteilte. Ihr Bankhaus ist von Anfang an ein Förderer des Bismarckturmlaufs. Applaus und ein großes Erinnerungsfoto gab es auch für die Einweihung des großen Volksbank-Starttores. 

Erstmals im Programm war ein 800-Meter-Kinderlauf mit den Siegern Lotta Siebert (Gaensefurther) und Gregor Mierswa von der TSG Grün-Weiß Möser, der fast Zeitgleich mit seiner Schwester Merida über die Ziellinie sprintete. Auf veränderter Strecke waren die 42 Starter des 2500-Meter-Schülerlaufs unterwegs. Hier gewann Lotta Sieberts größere Schwester Emily vor Theodor Mierswa (Möser), Johannes Heidel von den Parchener Laufsocken, Lina Friedrich (SV Kali), Chris Kutter (SV Angern) und Lore Kleine von der Kanu-Abteilung des SV Chemie Genthin. Die Siebert-Schwestern gewannen mit ihrer Mutter Anne auch die Familien-Tageswertung vor den Familien Krause (Stendal), Mierswa (Möser) und Heidel von den Parchener Laufsocken. Als Gastgeber des Events schickte der Verein trotz Orga-Aufgaben insgesamt 21 Läufer ins Rennen um den Tagessieg in der Mannschaftswertung. Hier gewinnt das Team mit den meisten Punkten des Tages im Elbe-Ohre-Cup. Die Laufsocken siegten vor der LG Hopfen Schackensleben, Kali Wolmirstedt und dem SV Angern.

Holger Müller von den Burger Ihleläufern kann sich noch gut an den ersten Bismarckturmlauf vor 20 Jahren erinnern: „Damals ist der Heimatverein mit der Idee, einen solchen Lauf zu veranstalten, auf unseren Laufsportverein zugegangen. Bis zum vergangenen Jahr haben wir das Event gemeinsam veranstaltet.“

Vor 20 Jahren feierten die Burger auch die grundhafte Sanierung des Bismarckturms“, erzählte Markus Kurze. Fertig gestellt wurde der 27 Meter hohe Turm genau 100 Jahre zuvor, also 1906 auf dem Haug'schen Windmühlenberg - eben dieser Berg, den 300 Laufsportler am Sonntag erklommen haben.

 

 

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