Für euch berichtet Falk Heidel
10.000 Sportler laufen in 26 Wettkämpfen insgesamt 80.000 Kilometer. Das sind die imponierenden Zahlen des Elbe-Ohre-Cups 2025. Außer den Siegern bei den Männern und Frauen kürte EOC-Cheforganisator Bernd Ebert bei der Ehrungsveranstaltung am Sonnabend in Wolmirstedt weitere 36 Altersklassengewinner und -platzierte.
Bei den Damen gab es mit Caroline Tuchen aus Burg eine souveräne Gesamtsiegerin. Sie hatte an zwölf Wettkämpfen teilgenommen und stand meistens in ihrer Altersklasse ganz oben auf dem Podest. Mit Hanna Tietze von den Parchener Laufsocken geht Platz zwei ebenfalls ins Jerichower Land. Die drittplatzierte Johanna Dörre startet für den Tangermünder Elbdeichmarathonverein.
Sehr viel spannender verlief die Saison in der Herren-Konkurrenz. Sieger Daniel Heidel lieferte sich einige spannende Duelle mit dem Burger Hannes Herrmann (SC Magdeburg). Am Ende hatte der Sieger dann doch einen deutlichen Vorsprung, weil Herrmann als eigentlicher Mittelstreckenläufer andere Prioritäten gesetzt hatte. Rang drei sicherte sich Tim Scheschonk von der LG Hopfen Schackensleben. Sein Team gewann auch in diesem Jahr die Mannschaftswertung mit deutlichem Vorsprung. Dahinter war es spannend wie nie: Vor dem letzen Wettkampf (Tangerpokallauf Demker) hatten vier Mannschaften zwischen 245 und 236 Punkte. In Demker hat der SV Angern gleich 56 Punkte zugelegt und sich damit von Platz fünf auf Rang zwei katapultiert. Die Parchener Laufsocken hatten mit einem Plus von 23 Punkten den dritten Platz verteidigt. Die Germanen aus Tangerhütte konnten noch auf 266 Punkte erhöhen - Rang vier vor dem Stendaler LV.
Interessant ist, dass es bei den Männern (und Jungen) insgesamt 20 Wertungen gab, bei den Damen (und Mädchen) aber nur 18. Grund: Bei den Damen endert die Alterspyramide mit der W75 und Siegerin Anneliese Hünecke, während es bei den Herren zudem die M80 und sogar M85 gibt. In letzterer Kategorie siegte Ewgeni Nakhlupin vor Horst Kühn, beide Jahrgang 1938.
In der Familienwertung haben die Dahlenwahrsleber mit 66 Punkten ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt. Familie Krause aus Stendal belegt Platz zwei mit 62 Punkten vor der Familie Heidel (Parchener Laufsocken) mit 55 Punkten sowie der Familie Siebert (54) aus Staßfurt.

Überhaupt gab es einige Familien, die bei der Ehrungsveranstaltung mehrere Pokale abgeholt haben. Elke und Kay Kutter vom SV Angern haben ihre jeweilige Altersklasse gewonnen. Zwei Trophäen gehen nach Oschersleben in die Vitrine von Helena und Aaron Wauschkuhn. Der große Bruder Elias hat den Titel nur hauchdünn verpasst. Selbiges Kunststück gelang Anne und Emily Siebert von der Gaensefurther Sportbewegung. Die kleine Schwester Lotta hatte sich ebenfalls die Maximalpunktzahl 480 erlaufen, unterlag jedoch im direkten Duell ihrer Kontrahentin Helena Wauschkuhn. Drei Pokale tragen den Namen Krause vom LV Stendal für Pia-Lotta, Mourice und Matti.
Insgesamt sieben Altersklassensiege belegen die Tatsache, dass das Jerichower Land eine Laufsport-Hochburg in Sachsen-Anhalt ist. Mit Daniel Heidel und Karsten Sommer gehen zwei Pokale an die Parchener Laufsocken. Der Genthiner U14-Sieger Hasan Aljic startet für den Verein TRIAG Jerichower Land. Der Lauf- und Triathlonverein (LTV) Genthin erkämpfte sich vier Altersklassen-Saisonsiege durch Anneliese Hünecke, Diana Schönfeld und Marion Wagner.
Caroline Tuchen ist seit ihrer Kindheit sehr erfolgreich auf den Laufstrecken Sachsen-Anhalts unterwegs. Die 22-jährige Chemielaboratin vom PSV Burg erlief sich in zwölf Wettkämpfen insgesamt 447 EOC-Punkte. Fast wäre für die Parchener Laufsocken ein dritter Altersklassensieg hinzugekommen. Bei den Damen W30 lag Ina Schneider während der gesamten Saison in Führung. Mit 441 Zählern aus zwölf Läufen schien ihr der Sieg sicher. Doch es kam anders: Mit den 40 Punkten für ihren Altersklassensieg beim letzten Lauf in Demker setzte sich Nicole Tetzlaff vom Tangermünder Elbdeichmarathonverein um einen mickrigen Punkt an die Spitze. "Ich wollte diesen Pokal unbedingt holen und freue mich, dass es geklappt hat", erzählte die Siegerin bei der Ehrungsveranstaltung. Kurios: In den 26 EOC-Wettkämpfen sind sich Tetzlaff und Schneider nie begegnet. Nicole sagte: "Ich wäre gern einmal direkt gegen Ina gelaufen."
Bilder von der Ehrungsveranstaltung
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