Aus Burg berichtet Falk Heidel
Mit knapp 500 Teilnehmern gehört der Burger Rolandlauf zu den größten und beliebtesten Laufsportevents in Sachsen-Anhalt. Veranstalter sind die Burger Ihleläufer in Kooperation mit dem Rolandgymnasium der Stadt. Am 2. November sollte die 19. Auflage mit Start und Ziel auf dem Schulhof des Gymnasiums stattfinden. Die üblichen Vorbereitungen waren getroffen, als es vor einigen Tagen unerwartet hieß: "Die Stadt genehmigt die traditionelle Streckenführung nicht."
Allerdings sind die Sportler davon ausgegangen, dass es kurzfristig eine Lösung geben wird - mitnichten! 350 Laufsportler hatten sich im Vorfeld bereits angemeldet.
Jetzt teilen die Veranstalter mit, dass der Wettkampf ersatzlos gestrichen ist. Immerhin gehört das Event zur Elbe-Ohre-Cup-Laufserie mit 26 Veranstaltungen in
Sachsen-Anhalt. Eine weitere Erklärung liefern die Organisatoren nicht. Sie bleiben bei der Info, dass die Stadt die Streckenführung nicht genehmige.
Stattdessen liefert die Stadtverwaltung eine Erklärung. Allerdings spricht die Stadt vom "geplanten Termin am 1. November", während die offizielle Ausschreibung den
2. November terminiert, also Sonntag.
NEU: Der SV Germania Tangerhütte richtet am 2. November eine Ersatzveranstaltung im Rahmen des Elbe-Ohre-Cups aus!

Die Burger Verwaltung begründet die nicht erteilte Genehmigung mit "sicherheitsrelevante Anforderungen an die ursprünglich geplante Strecke". Die Laufstrecke führt durch die Innenstadt, den Flickschupark, entlang der Ihle sowie über die Bundesstraße 1. Die Kommune verweist auf "zusätzliche Maßnahmen" neben den üblichen Innenstadtsperrungen. Gemeint sind Fahrzeugsperren an mehreren Punkten, das Entfernen parkender Fahrzeuge in der Innenstadt sowie temporäre Sperrungen an zwei Hauptkreuzungen (B 1/Erkenthierfeld und Kolonie/Berliner Chaussee bei der Rückführung über die Ihlestraße).
Die Polizei hatte zugesagt, die kurzzeitige Sperrung der B 1 zu übernehmen. Die Stadt sah sich jedoch personell nicht in der Lage, eine zweite Sperrung an der Berliner Straße/Koloniestraße/Ihlestraße zu stellen. Aus Sicht der Kommune seien Schrankenzäune für die Gefahrenabwehr nicht ausreichend.
Angeboten hatte die Stadt laut eigener Aussage eine alternative Streckenführung mit deutlich weniger Straßenquerungen – verbunden mit konkreter Unterstützung (Bereitstellung städtischer Hütten für Startnummern-Ausgabe im Flickschupark sowie die Verlagerung von Start und Ziel dorthin). Stadtsprecher Felix Malter erklärte: "Die Veranstalter teilten uns mit, dass diese Alternative in der Kürze der Zeit nicht mehr umsetzbar gewesen sei und die fehlende zweite Hauptverkehrssperrung im Sinne eines sportlich fairen Wettkampfs nicht kompensiert werden könne."
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