Für euch berichtet Falk Heidel
„Gott schütze das ehrbare Handwerk!“ Mit diesen Worten sprach Kreishandwerksmeister Konrad Zahn in der Magdeburger Johanniskirche 126 junge Gesellen frei. Die würdevoll gerahmten Gesellenbriefe sowie Zeugnisse und Blumen sorgen dafür, dass die jungen Handwerker diesen Festtag so schnell nicht vergessen werden.
Nach dreieinhalbjähriger Ausbildung darf sich Lukas Reyher aus Drewitz jetzt Elektroniker nennen. Zu den 126 jungen Gesellen aus Magdeburger, der Börde, Salzlandkreis und dem Jerichower Land gehören auch Kfz-Mechatroniker Till Mischur und Anlagenmechanikerin Carolin Mandy Schulz. Sie alle erlebten in der Magdeburger Johanniskirche eine würdige Freisprechung der Kreishandwerkerschaft Elbe-Börde mit insgesamt 400 Besuchern. Darunter auch einige prominente Gäste aus Politik und Wirtschaft wie Magdeburgs Wirtschafts-Beigeordnete Sandra Yvonne Stieger, Steffen Burchhardt (Landrat Jerichower Land) oder der Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Burghard Grupe.

Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) sprach in seinen Grußworten aus der Zeit seiner Ausbildung. Der 46-jährige Wirtschafts-Ingenieur aus Quedlinburg hat nach seinem Studium in mehreren deutschen Unternehmen gearbeitet und habe auch die Erfahrung gemacht, in Krisenzeiten entlassen worden zu sein. Daher sehe er sich heute in der Verantwortung, für die Wirtschaft günstige Rahmenbedingungen zu schaffen. Beim Thema Fachkräftemangel im Handwerk sprach der dreifache Familienvater über seinen ältesten Sohn, der nach abgeschlossener zehnten Klasse in die Berufsausbildung gehe: „Ich finde es klasse, dass er sich für diesen Weg entschieden hat.“
Zeugnis, Blumen und der eingerahmte Gesellenbrief: Das ist der Lohn für eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Facharbeiter im Handwerk aus den Bereichen Elektronik, Anlagenmechanik, Kfz-Mechatronik, Fliesenleger, Maler und Lackierer, Tischler, Metallbauer und Mechaniker.
Laut Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführerin Kerstin Fanger hat die Freisprechung einen immer höheren Stellenwert in Politik und Wirtschaft. Sie führte durch die Veranstaltung und sagte: „Künstliche Intelligenz repariert keine Autos und ersetzt keine kaputte Toilette. Handwerk ist nicht nur Arbeit, sondern gelebte Leidenschaft.“
Der Schmunzler des Tages ging an Börde-Landrat Martin Stichnoth, der im Publikum seine Hebamme Elisabeth Salomon erkannte und sie als die Frau bezeichnete, „die mich fast so lange kennt, wie meine Mutter.“ Ansonsten warb Stichnoth für seinen Landkreis und für die Region: „Bleiben Sie als gut ausgebildete Fachkräfte bei uns oder kommen nach gesammelten Erfahrungen in der ganzen Welt wieder zurück.“
Für Kreishandwerksmeister Konrad Zahn ist die Freisprechung die Wertschätzung der jungen Gesellen für ihre geleistet Arbeit. Und mit Blick auf die Johanniskirche: „Es waren Handwerker, die dieses Bauwerk vor 900 Jahren errichtet und in der Zwischenzeit mehrfach wieder aufgebaut haben.“
Ganz frisch dagegen ist die Musik von Janika Roloff. Die Musikerin aus Gommern performte auf der Bühne vier Titel aus eigener Feder, die das Leben und die Erfahrungen junger Menschen widerspiegeln. Passend zur Freisprechung: „Das Leben ist eine Reise.“
Seit 2017 veranstaltet die Kreishandwerkerschaft ihre Freisprechungen zweimal jährlich in diesem Gebäude, das im Mittelalter als dreischiffige Basilika gebaut wurde. Konrad Zahn betonte: Unsere Freisprechungen in diesem würdevollen Rahmen sind nur mit breiter Unterstützung möglich. Konkret nannte er die Landkreise Jerichower Land, Börde und Salzlandkreis, die Handwerkskammer, IKK gesund plus, Signal Iduna sowie die Volksbanken Jerichower Land, Magdeburg und Börde-Bernburg.
Das Alpha-Video von der Freisprechung
70 Fotos vom Festakt in der Johanniskirche
Deine Veranstaltung - wir setzen deine Ideen um!







































































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