Aus Burg berichtet Falk Heidel
Es war der wahrscheinlich sportlichste Neujahrsempfang im Land: In der vollbesetzten Burger Stadthalle mit 300 Gästen empfingen Landkreis, Stadt Burg und die Sparkasse Magdeburg ihre Gäste zu einem unterhaltsamen Abend von A wie Akrobatik bis V wie Verleihung des Sparkassen-Ehrenpreises an Jacob Zeuch aus Burg.
„Sport muss für jeden Haushalt erschwinglich sein“, sagte Sparkassen-Vorstand Jens Eckhardt bei der Eröffnung des abwechslungsreichen Abends auf der Bühne der Burger Stadthalle. Dass es auch ein Abend mit klanggewaltigen Rhythmen wurde, dafür sorgte die Taiko-Gruppe namens Higashi Daiko aus Barkleben. Die Taiko ist eine japanische Trommel in Form eines massiven Fasses mit Tierhaut bespannt. Diese Trommeln sind auch eine Art der körperlichen Ertüchtigung. Musik und Sport gingen an diesem Abend eine Symbiose ein.
Die Sparkasse will Eckhardt zufolge auch im neuen Jahr den lokalen Sport in seiner gesamten Breite unterstützen und fördern: „Trotz großer Herausforderungen im geschäftlichen Bereich, dazu gehören eine schwindende Binnennachfrage und eine ansteigende Zahl von Insolvenzen.“ Eckardt nutzte zudem die Bühne, um die neue Vorständin Regina Holzapfel vorzustellen. Sie folgt auf Uwe Adelmeyer, der als Sprecher der Geschäftsführung bei der Deutschen Servicegesellschaft für Finanzdienstleister fungieren wird. Zum Schluss gestand Jens Eckhardt, dass seine persönliche Sportkarriere noch große Lücken aufweist - im Gegensatz zu Landrat Steffen Burchhardt, der sich in der Region auch als sportliches Universal-Talent einen Namen gemacht hat.

Schwimmer und Fußballer in jungen Jahren und nach wie vor Tischtennis-Spieler auf Verbandsliga-Niveau. Gewonnen hat Burchhardt vor einigen Jahren den Promi-Wettbewerb bei der Genthiner Matsch-Wolke (ein Hindernislauf mit 25 spektakulären Attraktionen in Parchen). Auch beim Burger Treppenlauf sorgt er Jahr für Jahr für Spitzenzeiten. Für ihn hat der Sport etwas „Magisches. Nicht selten sind im meinem Umfeld aus Sportkameraden echte Freunde geworden.“ Sicher ein Grund dafür, warum er sich vehement für die Sportförderung im Landkreis einsetzt. Burchhardt wörtlich: „Weil viele Menschen im Ehrenamt ihre Freizeit als Trainer, Betreuer, Kampfrichter oder Funktionäre opfern. Das macht unseren Landkreis ein Stück weit lebenswerter.“ Bis zur Olympiasiegerin im Speerwerfen 1992 in Barcelona hat es Silke Renk-Lange gebracht. Die heutige Präsidentin des Landessportbundes hatte ihre Olympiamedaille nach Burg mitgebracht. Allerdings geht es aus ihrer Sicht nicht hauptsächlich um Medaillen und Urkunden: „Sport heißt, sich etwas Gutes zu tun.“ Die 58-jährige Hallenserin trägt das Bundesverdienstkreuz und steht in Sachsen-Anhalt an der Spitze von 384.000 Sportlern aus 3000 Vereinen.
Ganz so weit hat es Burgs Bürgermeister Philipp Stark in seiner sportlichen Laufbahn nicht gebracht. Nach einen zarten Beginn in der Tanzschule Diefert war er mehrere Jahre als Fußballer in Theeßen und Niegripp unterwegs: „Mittlerweile bin ich passives Vereinsmitglied, das pünktlich seine Beiträge bezahlt.“ Stark sagte zudem: „Unser Sport lebt auch von den Menschen im Hintergrund. Leute, die die Halle sauber machen, den Rasen pflegen oder die Bockwurst für die Vereinskasse verkaufen, sind genauso wichtig wie die Athleten selbst.“
So gar nicht mit einer Ehrung gerechnet hatte Jacob Zeuch aus Burg - für seine Verdienste rund um das Kinder- und Jugendforum in Burg erhielt er den Sparkassen-Ehrenpreis, dotiert mit 2026 Euro. Bürgermeister Stark sagte: „Er ist als Organisator unermüdlich aktiv und schafft es auch, seine Mitmenschen für ein Ehrenamt zu motivieren.“
Für die sportlich-kulturelle Show auf der Bühne sorgten zudem die Judoka von der SG Blau-Weiß Gerwisch sowie einige junge Talente des Tanzclubs Vilando von Aileen Klingenberg und ihrer Crew. Und nicht zuletzt sorgte Philipp Pommer mit seiner Event-Catering-Truppe für zufriedene, weil gut gesättigte Gesichter, in der Burger Stadthalle.





















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