Für euch berichtet Falk Heidel
Ich liebe dich! Du bist alles was ich will! Mit jeder Nachricht auf dem Handy wurde die Bindung enger - eine Seelenverwandtschaft. So fühlte es sich für eine junge Frau aus dem Jerichower Land. Die 35-Jährige hat ihren "Lover" über einen Social-Media-Kanal kennen gelernt. Endlich - das muss die wahre Liebe sein, auf die sie ihr Leben lang gewartet hat. Doch persönlich getroffen haben sich beide bislang nicht.
nach den vielen Liebesbekundungen bat er sie schließlich darum, Gelder entgegenzunehmen und auf andere Konten weiter zu leiten, weil er aus irgendwelchen Gründen auf sein eigenes Konto zu zugreifen könne. Später berichtet die Polizei, dass die 35-Jährige "schmutziges" Geld auf eigens eingerichtete Konten transferiert habe. Einem Mitarbeiter der Bank sind die häufigen Transaktionen aufgefallen, er gab der Frau den entscheidenden Hinweis, sich an die Polizei zu wenden. Jetzt ermittelt die Kripo. Fachleute sprechen vom Love- oder Romance-Scamming. Hier bauen Täter über Online-Partnerbörsen oder sozialen Netzwerken gezielt emotionale Beziehungen zu ihren Opfern auf. In der Folge werden diese unter falschen Vorwänden zur Überweisung oder Weiterleitung von Geld aufgefordert. Die Polizei rät, bei Online-Bekanntschaften besonders vorsichtig zu sein, keine Gelder weiterzugeben und im Zweifel frühzeitig Kontakt mit der Polizei oder der Hausbank aufzunehmen.
Opfer eines weiteren Betrugs ist eine 84-jährige Frau aus dem Jerichower Land. Schaden: Eine halbe Million Euro! Sie hat auf eine vermeintliche Werbeanzeige des Bundeskanzlers reagiert, in der eine Anlageinvestition in Höhe von 250 Euro beworben wurde. Daraufhin füllte sie ein entsprechendes Online-Formular aus und wurde anschließend von einer Person kontaktiert, die sich als zuständiger Sachbearbeiter ausgab. Nach der Installation einer App und der ersten Investition tätigte die Geschädigte eine weitere Anlage im unteren vierstelligen Bereich. Es folgten laut Polizei weitere Überweisungen und Abbuchungen durch die Betrüger. Der vermeintliche Sachbearbeiter stand ihr auf Nachfrage weiterhin zur Seite. Trotzdem wurde sie misstrauisch, nachdem die vermeintlichen Anlageberater weitere Investitionen forderten. Die Rentnerin marschierte ins Burger Polizeirevier und schilderte dort ihren Fall.
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