Es ist noch nicht einmal Weihnachten und die Knallerei geht schon los - in Gommern mit fatalen Folgen für eine Schülerin. Gegen Mittag zündete ein 14-jähriger Junge an der Magdeburger Straße einen Polen-Böller, der jedoch nicht detonierte.
Also nahm das 13-jährige Mädchen den Böller in die Hand, um ihn zu beseitigen. Dann passierte es: Der Böller explodierte und verletzte die Hand des Mädchens schwer. Die Schülerin wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.
Polenböller werden vor allem in China, aber auch in Italien hergestellt und überwiegend an der deutsch-polnischen Grenze verkauft. Sie enthalten mehr Sprengstoff als die handelsüblichen Böller, zudem meist in einer Kombination, die in Deutschland verboten ist. Magnesium und Aluminium sorgen dafür, dass die Explosion stärker und schneller erfolgt. Die Polizei warnt vor nicht zertifizierten und damit illegalen Feuerwerkskörpern. Sie stammen häufig aus dem Ausland und haben keine Sicherheits-Kennzeichnung. Polizeisprecherin Nadin Hesse: "Daher stehen der Verkauf und das Abbrennen solcher Erzeugnisse unter Strafe."
Einen weiteren Einsatz für Polizei und Feuerwehr gab es am Freitag in Jerichow. Gegen Mittag brannte eine Gartenlaube am Steinitzer Weg. Die Feuerwehr spricht von einem Vollbrand, der drohte, auf das benachbarte Haus überzuschlagen. Die Einsatzkräfte konnten den Brand löschen und damit weitere Gefahr abwenden. Anwohner befanden sich nicht im Haus. Die Ursache ist laut Polizeiangaben noch unklar.
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