Für euch berichtet Falk Heidel
Dein Kapital verzehnfacht sich in nur vier Wochen! Betrüger locken häufig mit kleinen Beträgen und versprechen große Gewinne. Die Polizei sagt: Vorsicht bei lukrativen Geldgeschäften ohne Risiko!
Auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten locken Betrüger oft mit lukrativen Angeboten. Oft wird der Eindruck erweckt, dass es sich um attraktive Anlagetipps handelt, die eigentlich streng geheim sind. Leider werden die betrügerischen Werbe-Anzeigen häufig ungeprüft von externen Dienstleistern verlinkt. Die Plattformen sehen daher auf den ersten Blick seriös aus und werden auf Webseiten, Zeitungen und in den sozialen Medien beworben. Anfangs wird der Kontakt täglich gehalten, um ein Vertrauensverhältnis zwischen vermeintlichem Berater und Kunden zu schaffen. Sie locken am Telefon mit hohen Renditen, niedrigem Risiko und der Möglichkeit, mit kleinen Beträgen einzusteigen. Oft liegt die Anfangsinvestition zwischen 200 und 250 Euro. Auch kommt es manchmal zu einer Auszahlung von Kleinstbeträgen, welche die Seriosität vortäuschen sollen. In der Regel wird durch die Betrüger nun auf Investition höherer Beträge verwiesen - „sonst würde sich die vorherige Investition nicht lohnen und der Gewinn auch höher ausfallen“.
Das vermeintliche Versprechen der Betrüger: Innerhalb weniger Tage wird das eingesetzte Kapital vervielfacht. Bei dem Wunsch der Auszahlung des Gesamtgewinnes wird man jedoch vertröstet. Die Auszahlung scheint an Steuerabgaben gebunden zu sein oder die Gelder seien eingefroren worden und müssten erst freigekauft werden. Auch kann es sein, dass die Betrüger erst eine Verifizierung des Kontos durch eine erneute Überweisung verlangen.
Die Polizei warnt: Hinter dieser Masche steckt ein entwickeltes Netzwerk von Kriminellen.
Zwölf Tipps der Polizei
- Gehen Sie nicht auf unrealistische Gewinnversprechen ein, es hat keiner etwas zu verschenken
- Prüfen Sie das Angebot und den Anbieter genau
- Geben Sie keine sensiblen Daten frei
- Gewähren Sie niemals Zugriff auf den eigenen Rechner.
- Über gewisse Trading-Plattformen kann man sich vorab informieren, bevor man sich anmeldet oder Geld überweist. Dafür kann man beispielsweise die Unternehmensdatenbank der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht)nutzen: www.bafin.de/DE/PublikationenDaten/Datenbanken/Unternehmenssuche/unternehmenssuche _node.html
- Gibt es zum Beispiel Warnungen oder Beschwerden zu dem Unternehmen, sollten sie keine Investition vornehmen
- Wenn Sie bereits einen Schaden erlitten haben, erstatten Sie eine Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle.
- Jeder Kontakt mit den Tätern kann weitere Gefahren bergen und sollte daher vermieden werden.
- Mit dem „Fake-Check Geldanlage“ der Verbraucherzentrale Bayern können Verbraucher unseriöse Anbieter rechtzeitig erkennen. Zu finden ist das kostenlose Tool unter www.verbraucherzentrale-bayern.de/geldanlage-check
- Melden Sie den Sachverhalt auch der BaFin.
- Wenn die Investitionen ausschließlich in Kryptowährungen getätigt werden müssen, sollte das misstrauisch machen.
- Informieren Sie unverzüglich Ihre Bank über den Betrug und klären Sie Möglichkeiten, die getätigten Zahlungen zu stornieren, insbesondere bei Kreditkartenzahlungen.
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