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Marlon: Wie eine verzweifelte Mutter um die lebenswichtige Betreuung kämpft

Für euch berichtet Falk Heidel

 

Marlon ist ein aufgewecktes Kerlchen. Aber er ist nicht wie andere Jungs. Er kann sich nicht auf dem Sportplatz austoben, weil er Hilfe benötigt. Hilfe rund um die Uhr. Und eben diese Hilfe soll ihm jetzt amtlicherseits verwehrt werden. Aber der Reihe nach.

 

Manuela Lindig beschreibt die Geschichte ihres Sohnes so: Überleben, Liebe – und ein Gesellschaftssystem, das ihn heute wieder im Stich lässt. „Es ist eine Geschichte voller Angst, Hoffnung, unglaublicher Kraft – und eines kleinen Menschen, der trotz allem Liebe ausstrahlt.“ Marlon ist einer, den man einfach gernhaben muss.

Er hat eine zarte, liebevolle Stimme. In Genthin kennen ihn viele Menschen. Er begrüßt Menschen freundlich, ist offen, kontaktfreudig. Er strahlt eine besonders warme Energie aus, die viele tief berührt. Viele mögen ihn, viele wünschen ihm nur das Beste. 

Sein Start ins Leben war dramatisch. Marlon wurde mit drei Herzfehlern schwer krank geboren. Am zwölften Lebenstag musste er notoperiert werden. Er überlebte mit schweren Folgen: Ein Schlaganfall im Rückenmark und einer Stimmbandlähmung. Doch damit nicht genug. Bei einem Routineeingriff 2007 unterhalb des Zungenbandes wurde die gesamte Speiseröhre abgetrennt und lag komplett offen. Nur der Mageneingang blieb unversehrt. Der Junge war gerade fünf Monate alt. Manuela Lindig: „Ich hielt seine winzige Hand und flüsterte ihm ins Ohr: Bitte kämpfe. Bitte kämpfe für mich. Lass mich nicht allein.“ 

An diesem Tag wollten Leber und Nieren versagen. Zwei Tage später erklärten uns die Mediziner, wie kritisch alles war: Man wusste nicht, wie die Speiseröhre aussah, ob sie in zwei Teile getrennt war. Eine komplizierte Operation sollte sein Leben retten. Die Überlebenschance lag bei 20 Prozent. Aber Marlon kämpfte. Er kämpfte für sein Leben. Seine Mutter ist überzeugt: „Er kämpfte auch für mich.“ 

Nach der Rettung der Speiseröhre stiegen seine Chancen. Doch die Freude darüber sollte nicht lange andauern. Eine schwere Sepsis kam hinzu. Auch diese überlebte er. Manuela Lindig: „Fünf Wochen lang lebten wir zwischen Hoffnung und Angst, bis man uns endlich sagte: Er ist über den Berg.

Seit dieser Zeit lebt Marlon ein Leben voller Risiken. Die Speiseröhre ist bis heute anatomisch verändert. Sie verläuft mit einem Bogen, die Nahrung braucht lange zum Magen. Sein Schluckreflex ist gestört. Die Stimmbandlähmung erschwert alles zusätzlich. Er entwickelt eine massive Dysphagie – eine lebensgefährliche Schluckstörung. Er kann die Menge im Mund nicht einschätzen. Er verschluckt sich leicht. Jede Mahlzeit kann zur Lebensgefahr werden. In den letzten 18 Monaten musste er zweimal mit dem Heimlichgriff vor dem Ersticken gerettet werden. 

 

 

Und jetzt soll ihm der individuelle Schutz genommen werden 

 

Vier Jahre lang bekam Marlon eine Eins-zu-Eins-Betreuung. Diese Betreuung rettete ihm das Leben. Doch jetzt soll sie ihm trotz aller Gutachten entzogen werden. Seine Mutter: „Wir haben wieder eine Ablehnung erhalten. Wir mussten einen Eilantrag beim Sozialgericht stellen. Aber die Entscheidung wird vermutlich nicht rechtzeitig kommen.“ Ab Dezember soll Marlon ohne Unterstützung in eine Fördergruppe geschickt werden. Aus Sicht der Eltern lebensgefährlich: „Das werden wir nicht zulassen.“ Die Eltern gehen arbeiten, haben Verpflichtungen. Aus Angst vor eventuellen Vorfällen, die im Nachgang nicht mehr reparabel sind, werden sie eine Integrationshelferin selbst finanzieren, damit Marlon nicht ungeschützt ist. 

Manuela Lindig sagt: „Wir geben nicht auf! Wir kämpfen weiter – gemeinsam, als Familie. Und wir hoffen auf Unterstützung, damit Marlon endlich die Sicherheit bekommt, die ihm zusteht.“

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Madeleine Magnus (Montag, 24 November 2025 20:22)

    Liebes Alpha Report Team, wenn ihr Kontakt zu Marlons Mama habt oder falls du ,Manuela, diesen Kommentar selbst liest...

    Bis ihr, hoffentlich, wieder eine finanzierte Betreuung habt, wäre es doch toll wenn wir als Mitmenschen euch bei der selbstfinanzierung unterstützen könnten?. Jede:r einzelne kann mit kleinem in der Masse grosses bewirken. Denkt vielleicht über einen "gofound me" Aufruf nach. Und wenn nur ein bisschen zusammen kommt. Ganz herzlich und mit allen Daumen drückend,

    Madeleine

    Hier noch einen Link zur Seite:

    https://www.gofundme.com/