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Ein TRIAG-Triathlon-Abenteuer beim größten Event der Welt in Roth

Für euch berichtet Falk Heidel
Die Challenge Roth ist der weltweit größte Triathon-Wettkampf in Mittelfranken - in diesem Jahr mit zwei Weltbestzeiten durch Magnus Ditlev und Daniela Ryf sowie mehr als 5000 Teilnehmern. Mittendrin eine 26-köpfige Truppe aus Genthin mit Sportlern und Betreuern, die an drei Wettkampftagen alles gegeben hat.  

Wenn 3400 Einzelstarter und 1950 Staffelteilnehmer aus 60 Nationen an drei Wettkampftagen ihren Triathlon-Jahreshöhepunkt feiern, dann ist Challenge in Roth vor 300.000 Zuschauern. Ein junger Verein aus dem Jerichower Land namens TRIAG war mit 19 Startern auf verschiedenen Distanzen teilweise sehr erfolgreich unterwegs. „Das ist unser Olympia“, sagt Betreuerin Melanie Ullrich, die bei der Organisation eine Hauptrolle hatte und auch auf der Strecke unterwegs war.

In der Triathlon-Traumfabrik absolvieren die Profis und Amateure zunächst 3,8 Kilometer Schwimmen auf dem Main-Donau-Kanal, danach 180 Kilometer Radfahren und zur Krönung einen Marathon, also 42,2 Kilometer Laufen durch den Triathlonlandkreis Roth. Ein Genthiner Trio hat die Distanz als Staffel absolviert. Als Schwimmer legte Hagen Fehre (20) mit 1:32 Stunden eine fantastische Zeit vor, ehe sich Stefan Giensch auf die 180-Kilometer-Radstrecke machte. Der Lostauer Triathlet war kurzfristig eingesprungen, weil Steven Krüger aus beruflichen Gründen passen musste. Nach 5:31 Stunden war seine Mission beendet, als er René Ullrich (19) auf die Marathon-Strecke schickte. Eigentlich ist Ullrich ein Motocrosser, der vor seiner Marathon-Premiere in Roth wegen einer Verletzung nicht optimal trainieren konnte. Und trotzdem hatte der DLRG-Rettungsschwimmer seine Challenge bravourös gemeistert - 5:08 Stunden. Damit hatte das TRIAG-Trio im Ziel eine Gesamtzeit von 12:16 Stunden auf dem Tacho. Entspricht unter 650 Staffeln Platz 253.

Für die Sprint-Einzelwertung absolvierte Markus Sauermilch 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer auf dem Rennrad und einen Fünf-Kilometer-Lauf in 1:28 Stunden. Damit belegte der Hohenseedener Platz 43 von 66 Teilnehmern. Seine Familie war mit Ehefrau Nadine sowie Finley und Nevio komplett auf den unterschiedlichen Strecken in Roth dabei. Auf derselben Sprintstrecke war auch Melanie Ullrich unterwegs. Eine gute Zeit unter 1:40 Stunden reichte in der Damenwertung für Platz 39. Im Ziel sagte sie: „Ich bin stolz und glücklich, dieses Abenteuer unfallfrei überlebt zu haben.“

Vier TRIAG-Athleten waren bei der Junior-Challenge in der Jugend-A-Wertung am Start auf der Sprint-Distanz. Bester war Finley Sauermilch auf Platz zwölf (1:14 Stunden) vor Johannes Lohmann (14. in 1:19h), Marc Böttcher (16. in 1:28h) und André Ullrich (17. in 1:30h). In der Jugend-B-Wertung absolvierte Richard Becker aus Magdeburgerforth 400 Meter schwimmen, 10 Kilometer Rad und 2,5 Kilometer laufen in einer Zeit von 50:55 Minuten auf Rang 36. Der 14-jährige Schüler hatte erst dreimal trainiert, nachdem er diese Sportart Anfang Juni beim Jedermann-Triathlon in Zabakuck ausprobiert hatte. Auf derselben Distanz absolvierten Tarec Timme (25. in 46:48 Minuten) und Jakob Lohmann (25. in 47:12) ihren Wettkampf in der Kategorie Schüler A.

Die Triathlon-Familie Sauermilch aus Hohenseeden.
Die Triathlon-Familie Sauermilch aus Hohenseeden.

Der jüngste TRIAG-Athlet lief in der Schüler-B-Kategorie (200 Meter schwimmen, 5 km Rad, 1 km laufen) auf einen großartigen 15. Platz von 35 Teilnehmern - Nevio Sauermilch hatte sein Rennen nach 23:38 Minuten ins Ziel gebracht. Der elfjährige Schüler ist an den meisten Wochenenden als Fußballer unterwegs. Zudem gewann er kürzlich seine Altersklasse beim Sudenburglauf in Magdeburg. Beim Triathlon gehört er beim Laufen und Radfahren zu den schnellsten, kleinere Reserven gibt es nur noch beim Schwimmen. 

Im Wettkampf-Bereich „Family & Friends“ schickte die TRIAG-Truppe gleich vier Staffeln ins Rennen. Unter dem Namen „Die, die können!“ kämpften Johannes Lohmann, Nevio Sauermilch und Marc Böttcher an der Spitze um den Sieg. Nach einem Fahrrad-Sturz von Marc Böttcher landete das Trio auf Platz fünf in einer Zeit von 36:25 Minuten. „Die, die sollen! war das Team mit Nadine und Markus Sauermilch sowie Jens Lehmann auf Platz 15 (43:29). Michaela Timme, André Ullrich und Talea Timme bildeten die Staffel „Die, die wollen“ auf Rang 16 in 44:56 Minuten. Talea war erst am Abend zuvor von einer England-Klassenfahrt direkt nach Roth gekommen. Auf Platz 17 rangieren Annett Fehre, Sylvia Bielke und Jörg Böttcher als „Die, die müssen!“ in 48:21 Minuten. Melanie Ullrich war für alle Staffeln als Ersatzfrau nominiert, musste allerdings nicht einspringen. Ihr Fazit: „Roth ist ein fantastisches Triathlon-Erlebnis. Wir werden im kommenden Jahr wieder dabei sein.“ Mit Sicherheit werden die TRIAG-Atheleten dann wieder das große Mannschaftszelt nutzen, das ihnen die Genthiner DLRG-Ortsgruppe geliehen hat.

Der Vereinsname TRIAG steht für Triathlon Arbeitsgemeinschaft. Vor der Vereinsgründung im Dezember 2019 gehörten die Sportler einer Arbeitsgemeinschaft des Genthiner Bismarck-Gymnasiums von Trainerin Sylvia Bielke an. Mittlerweile nehmen 25 meist jugendliche Teilnehmer an diversen Events in der Republik in den Bereichen Triathlon, Laufsport und Duathlon teil. Den Vereinsvorstand bilden Jörg Böttcher, Sylvia Bielke, Annett Fehre und Melanie Ullrich.

 

Zu den TRIAG-Unterstützer gehören die DLRG OG Genthin, Makas Werbung Burg, Baumüller Genthin, Ergo Sebastian Hold Genthin, Decathlon Flora Park Magdeburg und alle weiteren, die im Hintergrund für den Verein tätig sind, um den Kindern und Jugendlichen solche Erlebnisse zu ermöglichen.

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