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LFD-Holding: Neues Konzept mit weniger Schweinen und mehr Energie

Neues von der Schweinezucht in Gladau. Das Betreiber-Unternehmen plant massive Veränderungen. Die LFD-Holding will künftig mehr auf Energiegewinnung setzen und beschreibt das Vorhaben in einer Pressemitteilung. Darin heißt es:

 

 

Die LFD Holding als einer der führenden Ferkelzuchtbetriebe in Deutschland plant gemeinsam mit den Vertretern der Ortsteile Gladau und Dretzel, sowie der Stadt Genthin Veränderungen am Standort Gladau. Das Unternehmen verschiebt die Schwerpunkte der Wertschöp- fung im kommenden Jahr ein Stück weit in Richtung regenerative Ener- giegewinnung und leistet damit einen Beitrag zur Energiewende in Deutschland. Der Klimawandel ist eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. In Zukunft werden Blockheizkraftwerke, die mittels Biogas betrieben werden, an Bedeutung gewinnen, weil sie flexibel den Strommarkt unterstützen.

„Hier liegt der Ansatz für unser Zukunftsprojekt“, erklärt Projektleiter Christoph Foth. Einen Antrag auf Erhöhung des Tierbestands an die Stadt Genthin aus diesem Jahr hat das Unternehmen zunächst zurückgenommen. Ein mit dem Ortschaftsrat bereits diskutiertes Konzept belässt die Anzahl der Tiere mit Sauen, Ebern und den dazu anteiligen Aufzuchtferkeln auf dem aktuellen Stand, der sich aus der Genehmigung von 2019 ergibt.

Die Leistungsfähigkeit der bestehenden Biogasanlage soll erhöht wer- den. Verarbeitet werden Biomassequellen, die ökologisch günstige Nebeneffekte haben. Beispielsweise liefert die Vergärung von Gülle nicht nur wertvolle Energie, sondern wandelt die Gülle in hochwertigen, bodenverträglicheren Dünger um.

 

Holding will Konzept mit Ortschaftsrat
und Einwohnern besprechen

 

Von dieser Erhöhung der Biogas-Erzeugung und der anfallenden Ener- gie werden nicht nur der Ferkelzuchtbetrieb, der nach modernsten Gesichtspunkten und Bestimmungen umgerüstet wird von preisgünstiger Wärme profitieren, sondern auch die Bürger in den Orten Gladau und Dretzel. Den Planungen zufolge können die Anwohner günstig Wärme aus dieser Anlage beziehen. Eine von mehreren Möglichkeiten sieht vor, diese Energie über sogenannten Satelliten-Blockheizkraftwerke zur Verfügung zu stellen.

Umsetzen möchte die LFD-Holding von vornherein alle Planungen in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Ortschaftsrat Gladau und den Bewohnern von Gladau und Dretzel, sowie der Stadt Genthin. Chris- toph Foth sagt: „Wir sind jederzeit bereit, das Konzept mit dem Ortschaftsrat zu besprechen und auch entsprechend anzupassen. Und natürlich möchten wir auch in einer Bürgerversammlung unsere Ziele erläutern,“

Tierwohl steht bei der LFD nicht nur aus gesellschafts- und marktpolitischen Gründen an erster Stelle, hat doch vor allen Dingen das Wohlergehen der Tiere den größten Anteil daran, dass unsere Ferkel zu vitalen und robusten Tieren herangezogen werden. Themen wie das Verbot der Ferkelkastration, die Reduktion der Kastenstände und moderne Technik für Tierwohl und Landwirtschaft liegen uns deshalb besonders am Herzen. Die LFD-Holding betreibt Ferkelzucht-Betriebe an mehre- ren Standorten in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Das Unternehmen ist im Jahr 2015 aus einem niederlän- dischen Familienunternehmen hervorgegangen. Die LFD Holding GmbH wurde im März 2020 von einer Schweizer Gesellschaft übernommen.

 

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