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Bowling-Sportler Maik klopft an der Tür zur Bundesliga

Für euch berichtet Falk Heidel

 

Die Kegel heißen Pins, die Kugeln nennt man Bälle: Bowling ist die Weiterentwicklung des Kegelsports. Statt „alle Neune“ werfen die Sportler „Strikes“ und „Spares“. Maik Brüggemann aus Genthin gehört zu den besten Bowlern in unseren Breiten.

Der Ball rollt… Erst im letzten Drittel dreht er sich zur Mitte - alle zehn Pins fallen. Strike! Bowling ist für viele Menschen ein beliebter Freizeitsport. Eine Serie - zehn Spiele - 100 Punkte und mehr für die besseren Bowler. Ein Bier und ein Gruppen-Selfie zwischendurch erhöhen den Spaßfaktor. So läuft es Abend für Abend auf zwölf Bahnen im Genthiner Bowlingcenter von Betreiberin Nicol Baumann. 

Doch es geht auch anspruchsvoller. Center-Mitarbeiter Maik Brüggemann klopft an der Tür zur Bowling-Bundesliga. Seine Trainingswürfe absolviert er auf der heimischen Bahn in Genthin. Wettkämpfe bestreitet er für die Halberstädter Adler. Das Team beendete die Regionalliga-Saison auf Platz eins, der zur Aufstiegsrunde in die Bundesliga berechtigt. Wie reizvoll ist das Thema Elite-Liga? „Sehr reizvoll“, sagt Brüggemann. Sollten sich die Adler tatsächlich qualifizieren, steht allerdings noch nicht fest, ob sie das Aufstiegsrecht wahrnehmen wollen: „Da sind finanzieller und zeitlicher Aufwand für die meisten von uns grenzwertig.“

Auch Genthin hatte einst ein höherklassiges Wettkampfteam namens Flying Pins, gegründet vor fast 20 Jahren von Thomas Baumann. Die Bowling-Truppe war seinerzeit sehr erfolgreich in Sachsen-Anhalt unterwegs. Doch mit den Jahren fiel das Team auseinander. Die guten Spieler verteilten sich auf andere Vereine.

Seit vielen Jahren in Genthin etabliert ist eine Betriebssport-Liga, die aktuell fünf Teams bilden. Jede Gruppe besteht aus drei Spielern (müssen nicht dem jeweiligen Betrieb angehören). Spieltage sind im 14-tägigen Rhythmus immer mittwochs ab 20 Uhr. „Obwohl die Serie bereits läuft, können weitere Teams noch einsteigen“, erklärt Nicol Baumann. Derzeit messen sich Inter, Bowl Patrol, Edeka, MGM und Toom in einer Serie Jeder gegen Jeden. Mit einer durchschnittlichen Pin-Quote über 170 pro Spiel sind Rainer Prietzel, Pawel Weber und Jürgen Ehlert momentan die erfolgreichsten Spieler. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Freizeit-Bowler freut sich über 100 Pins pro Spiel.

Perfekte Körperhaltung: Max Stübing (7) bowlt erst seit einem halben Jahr und erzielt bereits Ergebnisse über 200 Pins pro Spiel. Foto: Falk Heidel/Alpha-Report
Perfekte Körperhaltung: Max Stübing (7) bowlt erst seit einem halben Jahr und erzielt bereits Ergebnisse über 200 Pins pro Spiel. Foto: Falk Heidel/Alpha-Report

Immer dienstags um 19.30 Uhr treffen sich die acht Teams (mit je drei Spielern) der Hausliga. Hierbei handelt es sich um einige sympathische Truppen, die sich für ihr Hobby gefunden haben, ohne an eine Institution gebunden zu sein. Auch hier können weitere Teams jederzeit einsteigen. Das organisierte Bowling in Genthin komplettiert der Senioren-Vormittag immer donnerstags von 9 bis 11 Uhr. Zu den Vorteilen des Liga-Spielbetriebs in Genthin gehört die Tatsache, dass die Bahnpreise für die Aktiven günstiger sind.

Wer sich in dieser Sportart weiterentwickeln möchte, kann Trainingsstunden buchen. Maik Brüggemann hat einen entsprechenden Trainerschein: „Ich kann sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene ausbilden.“ Sein Rekord für ein Spiel ist die Maximalpunktzahl 300 - also zwölf Strikes bei zwölf Versuchen. Der Strike ist beim Bowling ein Wurf, bei dem der Spieler mit dem ersten von zwei Würfen eines Frames alle zehn Pins umgeworfen hat. Für einen Strike gibt es zehn Punkte, zuzüglich der Punkte aus den beiden nächsten Würfen. Der zweite Wurf des Frames muss dann nicht mehr ausgeführt werden. Brüggemanns Wettkampf-Durchschnitt liegt bei 205 Punkten. Er sagt: „Alles über 200 pro Spiel ist für mich ein gutes Ergebnis.“

Seit 2014 gehört er zum Mitarbeiter-Team des Genthiner Centers von Nicol Baumann. Zum Bowlingsport kam er über seinen Cousin Sebastian Oge, immerhin ein Landesmeister im Duett mit René Ott. Später hat ihn Wilfried Cornelius intensiver ausgebildet. Aus technischem Anspruch und einer gewissen Motorik ergibt sich die Faszination Bowling für Maik Brüggemann. Ein Talent aus der nächsten Generation zeigt bereits, wie man die richtige Seitenrotation zum Strike korrekt ansetzt: Sohnemann Max Stübing wirft die Bälle erst seit einem halben Jahr - und hat schon häufiger die 200er-Pin-Marke geknackt. Gute Aussichten also für den Genthiner Bowling-Sport auf einer Anlage, die seit 20 Jahren zum Freizeitangebot der Kleinstadt gehört.

 

 

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Frame: Ein Bowlingspiel besteht aus zehn Feldern, im Fachjargon „Frames“ genannt. Ziel ist es, in jedem Frame alle zehn Pins umzuwerfen. Jeder Frame ist in sich abgeschlossen und besteht in den Frames 1 bis 9 aus maximal zwei Würfen, Frame 10 besteht maximal aus drei Würfen.

 

Strike: Der Strike ist beim Bowling ein Wurfergebnis, bei dem mit dem ersten von zwei Würfen eines Frames alle zehn Pins umgeworfen werden. Für einen Strike gibt es 10 Punkte, zuzüglich der Punkte aus den beiden nächsten Würfen. Der zweite Wurf des Frames muss dann nicht mehr ausgeführt werden.

 

Spare: Der Spare ist beim Bowling ein Wurfergebnis, bei dem mit dem zweiten von zwei Würfen eines Frames alle Pins umgeworfen werden, die im ersten Wurf stehen geblieben sind. Für einen Spare erhält der Spieler 10 Punkte, zuzüglich der Punkte aus dem nächsten Wurf.

 

Ballhaltung: Üblicherweise stecken der Mittelfinger, der Ringfinger und der Daumen in den drei Löchern des Balls, bei Fortgeschrittenen oft nur die Fingerkuppen.

 


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