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Zauberhafte Animation mit 300 Vilando-Tänzern

Aus Magdeburg berichtet Falk Heidel

 

Dèjà-vu: Dieser Begriff steht dem Lexikon zufolge für „schon mal gesehen“ oder „das kommt mir bekannt vor“. Dèjà-vu ist auch der Titel einer großen Show des Vilando-Tanzclubs kürzlich auf der Magdeburger Seebühne. Der Verein mit seinen 300 Mitgliedern aus Burg und Magdeburg zelebrierte seine zehnte Tanzshow zum elften Geburtstag mit 30 Tanzgruppen, die ihr Publikum mit 43 Choreografien verzauberten. „Ich bin so stolz auf die Energie, Kreativität und Leidenschaft meiner tollen Tanzlehrerinnen - ihre kleinen und großen Tanzschüler waren grandios“, sagte Vilando-Chefin und Gründerin Aileen Klingenberg kurz nach der Show. Mit einem Blick hinter die Bühne weiß sie aber auch, wer einen großen Anteil am Erfolg einer solchen Show hat: „Damit alles reibungslos stattfinden konnte, hatten wir ganz viele fleißige Helfer, nämlich liebe Freunde und Eltern vor und hinter der Bühne. Ihnen haben wir viel zu verdanken.“

Die Tanz-Revue 2021 war eine bewegende Animation der Vilando-Geschichte seit der Gründung 2010 - inklusive der Sequenzen aus den großen Shows der vergangenen Jahre wie Traumfänger, Teezeit im Wunderland oder Leben, so bunt wie ein Zirkus.

Als einen emotionalen Moment bezeichnete Aileen Klingenberg den König-der-Löwen-Tanz mit ihrer Schwester Sarah: „Mit dieser Choreo standen wir beide vor vielen Jahren erstmals gemeinsam auf der Bühne.“

Geplant war die Dèjà-vu-Show im vergangenen Jahr. Doch Corona hat das Projekt gestoppt. Nicht nur das, die Pandemie hat auch das regelmäßige Training der 30 Gruppen in den Online-Modus versetzt. Aileen Klingenberg: „Wir haben von Dezember bis April nur per Video trainieren können. Nach Ostern haben wir dann gemeinsam intensiv gearbeitet.“ Alle Beteiligten sind überzeugt - das Ergebnis konnte sich sehen lassen. 

Eine emotional bewegende Reise in die Vergangenheit war die Show auch für viele Eltern, immerhin sind mehr als 80 Tanzschüler von Beginn an dabei. Da erlebte also eine 18-jährige junge Frau denselben Tanz im selben Kostüm, den sie einst als siebenjähriges Kind dargeboten hat. So alt wie der Tanzclub ist Aileen Klingenbergs Tochter Malia. Da konnte die Mama ihre stolzen Tränchen beim Fischer-Tanz aus der „Meejungfrau“ kaum verdrücken - diesen Tanz hatte Malia als dreijähriges Kind auf die Bühne gebracht. 

Verknüpft hatte Aileen Klingenberg die Dèjà-vu-Revue mit Fotos und Videotrailern der früheren Shows. Hier konnten die Besucher ablesen, wie sich eine kleine Tanzmaus zur grazile Tänzerin entwickelt. Sie sagt: „Wir werden diesen Tag nie vergessen, er war atemberaubend, fantastisch und energiegeladen.“

Nach den Ferien beginnt sie mit der Planung für die elfte Show im kommenden Sommer. Zunächst können sich Interessierte in zahlreichen Vilando-Schnupperkursen ausprobieren. Hier kann vom kreativen Kindertanz über Jazz und Hip Hop bis hin zu Stepptanz und Breakdance alles erlernt werden, was Tanzbegeisterte interessiert. „Durch die Möglichkeit, bei Auftritten mitzuwirken, bekommen die Kinder und Jugendlichen mehr Selbstbewusstsein und haben es leichter, soziale Kontakte zu knüpfen“, erklärt die Chefin. Tanzen spielte bei Aileen und ihrer Schwester Sarah Klingenberg schon immer eine große Rolle im Leben. Ihre Leidenschaft zum Tanz spiegelt sich deshalb auch in dem Namen wieder. Vilando steht für Leben= Vida und Tanzen= Bailando.

 

 

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